Impressionen aus Berlin

Am Donnerstag begann die Schreibwerkstatt an der Fichtelgebirge Grundschule in Kreuzberg. Sieben Mädchen haben voll Begeisterung Wörter zu den Buchstaben ihres Namens gesucht und ein ganz persönliches Akrostichon-Gedicht geschrieben. Doch welcher Satz passt zu Ü wie üben? Eine Antwort war schnell gefunden: Ich übe in der Schule! So wurde dann in den entstandenen Gedichten bei A an der Ampel gestoppt und bei F mit Freunden gespielt. Und zu H haben wir einen überraschend großen Haufen an Wörtern gefunden wie zum Beispiel Hase, Herz, Hose, Hemd und nach Hause.

 

Wie viele Wörter tatsächlich im Kopf sind, hatten am Montag auch schon die jungen Erwachsenen aus dem Max-Taut-Oberstufenzentrum in der Bibliothek am Luisenbad im Wedding erfahren, denn schließlich war nicht nur der Schreibwerkstatt-Termin, sondern auch die Papierrolle am Ende – das Alphabet allerdings noch lange nicht. Es reichte von A wie Ananas, Alles gut? und Arbeiten bis P wie Problem, Person und Potsdamer Platz. Sechseinhalb Quadratmeter voller Wörter. Aber noch immer war kein Z in Sicht …

 

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Lesewoche an der Carl-Bolle-Grundschule in Berlin

Im Rahmen der Lesewoche an der Carl-Bolle-Grundschule in
Moabit hat das Berliner Tandem-Projekt mit zwei
Willkommensklassen Gedichte und Geschichten erfunden.
Herausgekommen ist in der TSK 1 die Reise eines Delfins nach
Italien. Dieser Delfin isst gern Ananas und spielt mit Bällen.
Italienisch versteht er leider nicht, doch glücklicherweise kann
eine Meerjungfrau mit ihm reden. In der TSK 2 wird ein wilder
Traum beschrieben, in dem ein Nashorn und ein Elefant
unbedingt Auto fahren wollen und ganz viel Schokolade essen.
Nur Dubbani-Banani, die Fliege, will lieber einen Tomaten-
Donut. Doch Tomaten-Donuts – gibt es die überhaupt? Diese
Frage stand im Raum, als die Kinder auf dem anschließenden
Lesefest ihre Gedichte und Geschichten vorgestellt haben. Die
Begeisterung der zahlreichen Zuhörer war groß und der
Applaus rauschend. Ähnlich wie das Meer, in dem der Delfin
aus der Geschichte davonschwamm.
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Die Sächsische Zeitung über das Erzählprojekt in Döbeln:

Deutsch lernen anders herum

In der DAZ-Klasse im Gymnasium lernen Schüler auf sehr unterschiedlichem Niveau. Ein Projekt soll ihnen helfen.

Von Jens Hoyer

Die Dolmetscherin Maria Hummitzsch übersetzt mit einem aus Nigeria geflüchteten Schüler eine Geschichte, die dieser geschrieben hat. Acht weitere Übersetzer machen bei dem einwöchigen Projekt mit, bei dem die Schüler der DAZ-Klasse Geschichten in ihrer Muttersprache schreiben können.
Die Dolmetscherin Maria Hummitzsch übersetzt mit einem aus Nigeria geflüchteten Schüler eine Geschichte, die dieser geschrieben hat. Acht weitere Übersetzer machen bei dem einwöchigen Projekt mit, bei dem die Schüler der DAZ-Klasse Geschichten in ihrer Muttersprache schreiben können.

© André Braun

Döbeln. Ein Mädchen hat aufgeschrieben, wie schön Damaskus vor der Zerstörung war. Andere haben sich Tiergeschichten ausgedacht. Ein 15-jähriger Schüler aus Nigeria hat einen Text über einen blinden Jungen geschrieben. „Eine Welt ohne Farben“ hat er sie genannt und jetzt sitzt er mitten in der Aula an einem Tisch und übersetzt sie ins Deutsche. Aus dem Spanischen, denn Spanien war eine Etappe auf der Flucht aus der Unruheregion in Afrika, die der Junge ohne seine Eltern angetreten hat. In Deutschland lebt er bei Pflegeeltern und er besucht mit 23 anderen Schülern vieler Nationen die DAZ-Klasse im Lessing-Gymnasium. DAZ steht für „Deutsch als Fremdsprache“.

Maria Hummitzsch hilft dem Schüler beim Übersetzen. Gerade erklärt sie ihm Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Sie ist Übersetzerin von Beruf und sie hat das Projekt am Lessing-Gymnasium organisiert, bei dem es um die deutsche Sprache geht, aber mal ganz anders. Die Kinder schreiben Geschichten in ihrer Muttersprache und professionelle Übersetzer helfen ihnen, die Texte zu übertragen. Das sei ein ganz anderer Ansatz und trotzdem ein sehr intensives Auseinandersetzen mit der deutschen Sprache, erklärt die Leipzigerin, die in Döbeln selbst das Gymnasium besuchte. „Man merkt den Schülern an, dass es für sie ungewohnt ist, in ihrer Muttersprache schreiben zu dürfen. Aber sie blühen richtig auf.“ „In zwei Sprachen zu Hause“ heißt das Projekt des Deutschen Übersetzerfonds. Schulleiter Michael Höhme sei gleich begeistert gewesen und habe es unterstützt, erzählt Hummitzsch.

Auch André Krauß freut sich über die Hilfe. Er betreut die DAZ-Klasse, die im April dieses Jahres am Gymnasium etabliert wurde. 24 Schüler, die elf Sprachen sprechen, und nur ein Lehrer. Manchmal fühle er sich überfordert, sagt Krauß. In dem Projekt stehen ihm plötzlich eine Menge Hilfskräfte zu Verfügung, die sich intensiv mit den Schülern beschäftigen. Maria Hummitzsch, die Übersetzerin für Spanisch und Englisch ist, hat sieben weitere Kollegen aktiviert. Übersetzer für Arabisch und Thailändisch, Rumänisch und Bulgarisch. Nur für die afrikanischen Sprachen Oromo und Somali habe sie niemanden finden können. Die Texte dieser Schüler werden im Nachhinein noch übersetzt, sagt sie.

Die Voraussetzungen der Schüler seien sehr unterschiedlich. Einige haben einen sehr guten Stand, sprechen mehrerer Sprachen, sind sehr fit in der Schule. Der 15-jährige Nigerianer wird wahrscheinlich das Gymnasium besuchen können. Auf der anderen Seite stehen Kinder und Jugendliche mit abgeschnittenen Bildungsbiografien. Ein Junge aus dem syrischen Bergland habe praktisch keine Schule besuchen können und kann nicht schreiben. Ein kleines Mädchen aus Syrien hatte längere Zeit die Schule unterbrochen. „Aber die größeren Jungs kümmern sich um sie. Das klappt sehr gut“, sagt Maria Hummitzsch.

Manche Kinder sind schon zwei Jahre da, einige erst wenige Wochen. 24 Schüler auf unterschiedlichem Niveau in einer Klasse – Krauß muss daraus das Beste machen. Je nachdem, wie fit sie sind, gehen Schüler auch schon in Regelklassen stundenweise in den Unterricht. Oft wird auch in kleineren Gruppen gearbeitet, was den Unterricht entspannt, erzählt er. So gehen Schüler zum Lesen in die Schulbibliothek und werden dort von der Bibliothekarin betreut. „In der ersten und letzten Stunde versuchen wir immer etwas Gemeinsames zu machen“, erzählt der Lehrer. Da wird dann schon mal mit dem Nutella-Glas geübt. Es steht auf dem Tisch, unter dem Tisch. „Präpositionen sind für die Schüler eine Herausforderung“, so der Lehrer.

Quelle: http://www.sz-online.de/nachrichten/deutsch-lernen-anders-herum-3553614.html

Außerdem: ein Artikel in der Leipziger Volkszeitung: http://www.lvz.de/Region/Doebeln/Lessing-Gymnasium-Doebeln-Fluechtlingskinder-schreiben-ihre-Geschichten-auf

Das Erzählprojekt in Döbeln ist gestartet

Wir freuen uns über den Start der Werkstatt in Döbeln, die von Maria Hummitzsch (Übersetzerin aus dem Englischen und Portugiesischen) geleitet wird. An diesem Workshop nehmen 25 Kinder im Alter von 10 bis 17 mit 11 verschiedenen Muttersprachen teil: Rumänisch, Bulgarisch, Polnisch, Portugiesisch, Englisch, Albanisch, Arabisch, Dari, Amharisch, Tschetschenisch und Thailändisch. Hier geht es zur Projektbeschreibung des Döbelner Workshops.

Und hier kommen die ersten Eindrücke:

„Die Muttersprache des Jungen aus Nigeria ist Edo, nicht Englisch wie angegeben. Edo kann er nicht schreiben, sagt er, Englisch zu schreiben habe er in der Schule gelernt, aber die Geschichte wolle er nicht auf Englisch schreiben. Lieber gleich auf Deutsch. Spanisch ginge auch, meint er. Spanisch? Wie jetzt?, aber … Na ja, bevor er nach Deutschland gekommen sei, habe er ein paar Jahre bei Verwandten gelebt. Dabei ist er gerade mal 15. Was für eine Sprachen-Biographie. Vonwegen lost in translation – lost in no Muttersprache, oder doch nicht? Weitere Korrekturen: Der Junge aus Äthiopien spricht nicht Amharisch, sondern Oromo. Gegen die sprachliche Fragmentierung Afrikas hat auch mein popliges Afrikanistikstudium keine Chance. Anders gesagt: Da können wir Europäer sprachlich einpacken. Und doch: gegen Ende des ersten Projekttages schreiben alle. Manche gleich auf Deutsch, manche in ihren Muttersprachen, manche nur ein paar Sätze, manche gleich zwei Seiten. Das Thema steht ihnen frei. Ein paar ernten Wörter aus dem Alphabeet, das wir gemeinsam angelegt haben. Andere wissen sofort, worüber sie schreiben wollen. Wer Krieg erlebt hat und seine Familie vermisst, hat keine Lust auf Märchen. Danke, sagt eins der Kinder am Schluss. Ob es am Montag auch wieder Frühstück für alle gäbe, fragt ein anderes. Brötchen, Kekse, Obstschale – alles leer. Zum Kaffeekochen für uns sind wir gar nicht gekommen, den gab es im Anschluss dann eimerweise. Und Nudeln mit Tomatensoße im Döbelner Kartoffelhaus, ja, genau, so war’s, für 3,50, kein Witz. Mir brummt der Schädel. In den Gliedern stecken Anstrengung und Freude. Was mir besonders nachgeht: Das Mädchen, das sagte, sie habe heute zum ersten Mal seit einem Jahr wieder etwas auf Persisch geschrieben. Und die anderen Kinder, die zunächst gar nicht in ihrer Muttersprache schreiben wollen – ja, auch weil sie stolz sind auf das, was sie schon auf Deutsch ausdrücken können, aber nicht nur. Da ist auch viel Schamgefühl. Ein Hauch von einem Makel. Wie jetzt, ein Schatz soll sie sein, die eigene Sprache? Klar müssen sie Deutsch lernen, um sich zurechtzufinden, zu kommunizieren, sich einzuleben, irgendwann anzukommen, zu lernen – aber doch nicht zum Preis des Vergessens der eigenen Sprache. Und – letzter Gedanke: Neben den Kindern ist der eigentliche Held des Tages der DAZ-Lehrer André Krauß. Er unterrichtet die 24 Kinder sonst allein. Jeden Tag fünf Stunden lang. Und die meiste Zeit bleibt er sehr cool dabei. Gelassen. Zugewandt. Profimäßig. Wirklich beeindruckend!“ (Maria Hummitzsch)

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Das Übersetzerteam: Abdel Bakr, Gundel Große, Maria Hummitzsch, Lawan Kongdechadiska, Hewad Laraway, Sergei Medvedev, Violeta Topalova (Samanta Gorzelniak fehlt auf dem Bild).

„Komm und schreib mir was!“/ „Ein Tisch ist ein Tisch“: Übersetzerwerkstätten in Angermünde (Brandenburg) beginnen Anfang Dezember

„Komm und schreib mir was!“/ „Ein Tisch ist ein Tisch“.

 Schreib- und Übersetzerwerkstätten für Kinder und Jugendliche aller Sprachen

 von Kathrin Janka & Gisela Lehmann

Im gemeinsamen Spiel mit der Sprache/unseren Sprachen, ihren Wörtern und Klängen lernen wir uns kennen. Schreiben: Was ist das? Was will ich erzählen? Wie? In welcher Sprache, in welchen Wörtern kann und will ich das tun? Mit schreib- und theaterpädagogischen Methoden, Körpersprache und Bildern tasten wir uns zusammen  an das Schreiben heran. Im Raum zwischen den Sprachen entsteht ein bunter, vielstimmiger und vielsprachiger Gemeinschaftstext. Bilder tauchen auf. Wörter und Dinge sind im Raum und wollen verwendet werden, wollen ihre eigene Geschichte erzählen. Und dazu ist jetzt Zeit. Jede/r ist dazu eingeladen – ein Gedicht, ein Mini-Drama, einen Prosatext zu schreiben, in jeder Sprache die er/sie kann und möchte. Dann lesen wir gemeinsam und einander uns die Texte vor, die so entstanden sind, vor. Es geht ans Übersetzen, denn nicht alle können alle Sprachen! Mit Händen, Füßen, Wörterbüchern, aber auch mit Hilfe professioneller Dolmetscher/Übersetzer übertragen wir, was wir geschrieben haben. Zum Schluss fügen wir unsere Texte zu einer Sammlung/Textcollage – einem großen, gemeinsamen Text zusammen und machen eine Lesung für das Publikum vor Ort.

Methoden

  • Methoden der Schreib-, Kunst- und Theaterpädagogik
  • Übungen aus der Sprachmittlermethode für Begegnungsseminare
  • Gruppen und Einzelspiele, Schreib- und Übersetzungsspiele, angeleitete Bewegungsspiele und Phantasiereisen

Wer wir sind

Kathrin Janka, Projekt- und Werkstattleitung 1:

Slawistin (M.A.) und Literaturübersetzerin. Studierte in Berlin, Prag und Potsdam Slawistik, OE-Geschichte, Germanistik und vergleichende Literaturwissenschaft. Zusatzstudium und Lehrerfahrung in DaF. Jahrelange Projekterfahrung in internationalen Schreib- und Theaterprojekten, Übersetzerlesungen und Schreibwerkstätten an Berliner Schulen und für andere Kulturinstitutionen.

Gisela Lehmeier, Werkstattleitung 2:

Diplom-Journalistin, freie Lektorin. Als Referentin für PR und Kulturmanagement der renommierten internationalen Kultureinrichtung Villa Aurora konzipierte und realisierte sie 13 Jahre lang deren Öffentlichkeitsauftritt und verantwortete Planung, Organisation und Nachbereitung von kulturellen Veranstaltungen des Hauses, z.B. Lesereihen mit Deutsche Guggenheim, Martin-Gropius-Bau, LiteraturHausBerlin. Beruflich und ehrenamtlich begleitete und betreute sie Publikationen jeder Art redaktionell und konzeptionell  – von Kunstkatalogen wie Transatlantische Impulse – 15 Jahre Villa Aurora hin zu Kindergartenbroschüren. Für das Besucherprogramm des Goethe-Institutes organisierte sie Reisen in Deutschland. Sie übersetzte Texte des Schriftstellers Bashana Abeywardane aus Sri Lanka und war Jurymitglied des Internationalen Festivals junger Literatur „Wortspiele“ in München.

Knut Gerwers:  Fotodokumentation.

Filmemacher, Medienkünstler, Lyriker und Fotograf. Seit 2005 aktiv als Kameramann, Regisseur, Medienvermittler und Cutter für zahlreiche Dokumentarfilmprojekte des Waidak e.V. an Brandenburger Schulen. Mitarbeiter am Digitalarchiv „Die Frauen von Ravensbrück“.

Die Werkstätten finden an zwei Wochenenden im Dezember 2016 statt (Kinderwerkstatt: Samstag, 3.12.2016, Sonntag  4.12.2016; Jugendliche: Freitag, 9.12.2016, Samstag 10.12.2016)

In Deutsch und Arabisch zuhause: Projektstart in Köln

Gerade haben wir in Köln das Projekt „In zwei Sprachen zuhause“ gestartet. Wir: Das sind zwölf Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Vorbereitungsklassen des Schiller-Gymnasiums aus Syrien und Irak sowie Larissa Bender (Übersetzerin aus dem Arabischen), Andrea Karimè (Kinderbuchautorin) und Thekla Ehling (Fotografin).

Wir alle haben zuerst einmal unsere Namen auf Arabisch und Deutsch an die Tafel geschrieben.

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Dann sollten die Kinder untereinander die Buchstaben ihrer Namen auf Deutsch ODER Arabisch auf ein großes gefaltetes DIN-A 3 Blatt schreiben und schließlich noch mehrere Wörter mit den gleichen Anfangsbuchstaben daneben.

Die nächste Aufgabe war, aus drei von diesen Wörtern eine erste kleine Geschichte zu schreiben.

Die Kinder entschieden sich zuerst einmal, auf Deutsch zu schreiben, weil sie sagten, sie seien jetzt in Deutschland und wollten Deutsch lernen. Doch einige stellten fest, dass ihnen das Arabische doch ein wenig schneller von der Hand geht. Ein paar schrieben sogar schon in beiden Sprachen.

Wir sind gespannt auf den nächsten Termin und auf die nächsten Geschichten.

Löwen am Luisenbad

In Berlin ist nun die erste Geschichtenwerkstatt gestartet. In der Bibliothek am Luisenbad traf sich die Löwen-Klasse der Gesundbrunnen-Grundschule mit Leila Chammaa und Ilke S. Prick, um gemeinsam Geschichten zu erfinden. Und was lag da näher, als auch über Löwen zu schreiben? Hier eine kleine Impression, was unter anderem dabei herausgekommen ist:
Löwen sind gelb und braun. Löwen sind in Afrika und in Pakistan und im Zoo.
Wir sind die sieben Löwen im Gesundbrunnen!

Eine Ballonreise von Neugereuth nach Frankreich, Italien und Syrien

In der Werkstatt in Stuttgart entstand mit Schrift, Bild und Musik eine gemeinsame Reisegeschichte

Die Gruppe setzte sich aus zehn Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren zusammen (vier Mädchen und sechs Jungen), die alle aus der Unterkunft Sturmvogelstraße in Stuttgart-Neugereuth kamen. Etwa die Hälfte der Gruppe konnte in der Muttersprache noch nicht schreiben. Es waren die Muttersprachen Syrisches Arabisch, Farsi, Dari, Italienisch und Englisch vertreten.

Aus musikalischen und theatralischen Impulsen heraus entwickelte die Gruppe gemeinsam die Geschichte einer Reise per Ballon von Neugereuth nach Paris, Italien, Damaskus und zurück.

Die Geschichte wurde in Teilen aufgeschrieben und in Teilen gemalt. Auszüge aus den schriftlich verfassten Fragementen wurden gemeinsam aus dem Arabischen, dem Farsi, dem Dari und dem Italienischen in deutsche Fassungen übertragen. Zur Geschichte wurde in der Gruppe eine Soundcollage erarbeitet. Abschließend wurde die Reisegeschichte als zusammenhängendes dramatisch und musikalisch umgesetztes (Mini-) Stück aufgeführt.

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Fotos: (c) Martin Kreiner, Fotos Flipcharts: (c) Sudabeh Mohafez, Bilder: (c) Workshop-TeilnehmerInnen

Das Stück kann man hier lesen (pdf).

Eine Sprache finden

Eine Tandemwerkstatt mit Lena Gorelik (Autorin und Literaturvermittlerin) mit Gymnasiasten und gleichaltrigen Flüchtlingen aus Übergangsklassen in benachbarten Mittelschulen

Die zweite Geschichtenwerkstatt der Internationalen Jugendbibliothek in München war als Tandemprojekt angelegt und entwickelte sich zur mehrstimmigen Sprachsymphonie:

https://ijbib.wordpress.com/2016/09/09/eine-sprache-finden/

Fotos: (c) Internationale Jugendbibliothek

 

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Unsere erste Werkstatt hat stattgefunden

Eine Tandemwerkstatt mit Neuankömmlingen und Gymnasiasten in der Internationalen Jugendbibliothek in München

Hier berichten die Leiterinnen Beate Schäfer und Tina Rausch von dem Workshop:

https://ijbib.wordpress.com/2016/07/28/ip-dip-doo-wer-bist-du/

 

Fotos: (c) Stiftung Internationale Jugendbibliothek

Texte folgen!